Sehr geehrte Leser meiner Geschichten. Ich bin stolz, dass ich diese Geschichten teilweise selbst geschrieben habe. Sollten sich jedoch irgendwelche Fehler eingeschlichen haben, so bitte ich dies zu entschuldigen.

 Mein Herrchen und Sklave ist nur für die Veröffentlichung zuständig!

 

 

Freitag der 13.

 

B

 

ei manchen abergläubigen Zweibeiner ist dieser Tag ein rabenschwarzer Tag und wenn ihnen dann noch eine schwarze Katze über den Weg läuft ist das Chaos vorprogrammiert.

Ich bin zwar ein schwarz-weißer Kater, aber an diesem Tag habe ich einigen Zweibeinern, die vielleicht nicht abergläubig sind, ebenfalls sehr großes Pech und Schrecken gebracht. 

In der Nähe der zweibeinigen Behausung, dort wo auch ich zu Hause bin, gibt es einen Wassertümpel, den die Zweibeiner Fischweiher getauft haben. Neben diesem Wassertümpel verläuft eine an den Wochenenden wenig befahrene Straße, da sich diese in der Nähe eines Gewerbegebietes befindet.

Ich der Kater Kasimir habe mich auf das Nachbargrundstück geschlichen um die dortigen Hühner und Gänse zu erschrecken, denn deren Lärm geht mir furchtbar auf die Ohren. Welch ein Kater, der in den Nächten aktiv ist, soll eigentlich bei solch einem Krawall am Tag schlafen?

Die Hühner und Gänse flüchten aufgeregt nach allen Seiten, als sie mich erblicken, um sich in Sicherheit zu bringen. Einige jedoch flüchten durch das halb geöffnete Tor, auf die wenig befahrene Straße.

Gerade aber in diesem Augenblick, kommt eine blauweiße Eisenkiste mit überhöhter Geschwindigkeit, auf dieser Straße entlanggeschossen.

Es riecht merkwürdig nach Gummi. Staubwölkchen fliegen Nebel bildend durch die Luft. Ein lauter Knall ertönt und etwas plumpst dumpf ins Wasser.

Gespenstische Stille!

Ich der Kater Kasimir habe mich sofort in Sicherheit gebracht und blicke heimlich durch ein dichtes Blattwerk auf die Szenerie, die sich da vor mir abspielt.

Ich sehe ein weißes Autodach mit blinkenden blauen Lampen und geöffneten Fenstern aus dem morastigen Sumpf herausragen. Die Räder sind versunken. Die Türen sind nur zur Hälfte sichtbar. Zwei dickliche Gestalten mit gleicher Kleidung versuchen durch das geöffnete kleine Fenster in die Freiheit zu gelangen, was ihnen jedoch nur ganz schwer gelingt.

Mein Herrchen nennt solche fettleibigen Zweibeiner satirisch Fast-Food-Kinder.

Gott sei es gedankt, dass man das Lachen von uns Katzen nicht hört oder sieht, denn diese fettleibigen Zweibeiner geben ein lustiges aber auch trauriges Bild ab, als sie wieder festen Boden unter ihren Füßen haben. Eine zähe dunkle Schlammmasse gemixt mit der grünlichen Farbe der Algen tropft stinkend von ihrer einst galanten Bekleidung.

Ein Schwarm stechende Fliegen säuselte scheinbar süchtig um sie herum.

O was ist das denn?

Aus dem Hosenbein des einen Mannes fällt etwas schwabbliges glitschiges sich Bewegendes.

Mir läuft das Wasser im Maul zusammen, denn es handelt sich um eine bestimmt leckere Fischmahlzeit.

Hochrote Köpfe, ähnlich überreifer Tomaten diskutieren lauthals mit den Armen fuchtelnd in ihre Telefone hinein.

Ich der Kater Kasimir wende mich ab und gehe zurück zu meiner Schlafstatt, denn der Lärm der Hühner und Gänse ist verebbt.

Ich finde diesen Freitag den 13 dennoch gelungen, denn er hat mir endlich Ruhe gebracht.

 

Copyright by Steffen Fuchs 2015

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